Das EZ-Wifibroadcast-Projekt bildet eine günstige, voll digitale HD-Funkstrecke auf der Basis von Raspberry PI als Sender und Empfänger, und Langreichweiten-WLAN-Sticks wie z.B. den TP-Link TL-WN722 im 2,4GHz-Band. Durch die Verwendung dieser handelsüblichen Teile lässt sich das mit minimalen Kosten bei akzeptabler Reichweite und geringer Latenz realisieren.

Für Spielereien und vor allem auch als FPV-Einheit für unsere verschiedenen Prototypen und Modellen dachte ich, ein halbwegs komplettes Gehäuse „all-in-one“ wäre ganz brauchbar. Leider hat das „alte“ Gehäuse aus dem Wiki des Projekts ein paar Nachteile: alte Kamera, passt also nicht zur aktuellen Raspi-Cam 2.1, und es fehlte mir nach das eine oder andere. Deshalb ist jetzt ein neues Gehäuse für das EZ-Wifibroadcast-Projekt aus dem 3D-Drucker entstanden.

 

Features:

  • So klein wie möglich 🙂
  • Raspberry Pi Zero
  • 2,4GHz-WLAN-Stick
  • integriertes BEC, weite Spannungsversorgung 2-5S (7-21V)
  • Steckverbinder für den Eingang des UARTs für Telemetrie
  • Öffnungen an den richtigen Stellen für die Konfigurations-Jumper
  • Gesamtgewicht 64g

Teileliste:

  • Raspberry Pi Zero
  • Raspberry PI Cam 2.1
  • TP-Link TL-WN722 mit abgelötetem USB-Stecker
  • Matek Micro-BEC 5V (ist gut erhältlich, z.B. bei fpv24.com), Beschreibung hier
  • 4 Stück M2x10 Schrauben + Muttern für die Kamera
  • 4 Stück M2,5×6 Schrauben für den PI Zero
  • 2 Stück M2x5 Schrauben für den TP-Link
  • 6 Stück kleine 2-2,5mm Blechschrauben, ca. 6-10mm lang
  • 1 JST Male Stromstecker
  • 1 Servokupplung für den UART-Anschluss
  • Pfostenfeldleisten lang 4x1pol und 2x1pol

Und hier die Details:

Wir brauchen dazu also zu aller erst einen Raspi Zero und einen TL-WN722 mit abgelötetem USB-Stecker:

 

Zum TL-WN722 gibt es übrigens im EZ-Wifibroadcast-Wiki eine Anmerkung, dass man die interne PCB-Antenne stillegen soll. Ich gehe zwar mal eigentlich davon aus, dass das nur den RX-Stick (also den Empfänger) betrifft, aber ich wollte darauf hinweisen.

Als Nächstes brauchen wir natürlich das Gehäuse. Das sieht aus dem Drucker gekommen so aus. Gedruckt wurde das hier in ABS mit Raft und Support. Ob das auch mit PLA geht, bin ich mal vorsichtig, weil der Pi und der Stick leider auch warm werden.

 

Der kleine Matox-BEX sieht von unten so aus, und wird erst mal mit Kabel versehen. Achtung, Finger weg von der 12V-Brücke: -)

 

Die JST-Stecker und der UART-Anschluss (normale Servo-Kupplung) werden mit etwas Sekundenkleber eingeklebt. Die Verlängerung der Kabel an der UART-Buchse liegt nur daran, dass ich nichts Anders da hatte, hat also keinen besonderen technischen Grund 🙂

 

Der BEC sollte eigentlich in die dafür vorgesehene Klemmhalterung passen (erst hinten einsetzen, dann vorne einschnappen lassen). Vorsichtige fixieren ihn mit einem Tropen Sekundenkleber. Und weil wir beim Thema Vorsicht sind: nach dem Einbau bekommt der BEC ein bisschen Flüssiggummi als Isolierung (Mibenco oder Plastidip):

 

Jetzt kommen die Pfostenfeldleisten für die Jumper. Sie schauen später aus dem Gehäuse heraus. Damit können später einfach verschiedene Konfigurationsprofile gesetzt werden. Die Anleitung dazu findet sich hier im Wiki. Da ich keine langen zur Hand hatte, habe ich einfach zwei übereinander gelötet – geht auch.Der Kühlköper, der noch auf den Fotos zu sehen ist, musste allerdings dem Platzmangel weichen, also nicht wundern, wenn der später wieder verschwunden ist.

 

Der Deckel des Ganzen im Detail. In die Halterungen an der Unterseite des Deckels setzt sich dann der TL-WN722 und wird mit zwei kleinen M2-Schrauben fixiert.

 

Und so sieht schliesslich das fertige Teil aus:

 

 

Update: Nachdem ich festgestellt habe, dass das Ganze im Dauerbetrieb doch ziemlich warm wird, habe ich nochmal ein kleines Update fertig gestellt und eine Variante für den Aufsatz mit einem kleinen 20x20x10mm-Lüfter gebastelt. Ich habe dafür einen SUNON genommen, kostet 5€ und ist leicht zu bekommen, aber da sollten auch andere 5V-Lüfter passen.
Wahrscheinlich ist es im Flieger durch den Flugwind gar kein Problem, aber so läuft die kleine Box eben auch im stationären Betrieb stundenlang durch. Ok, dafür ist sie nicht mehr ganz lautlos, aber das stört normalerweise auf dem Kopter nicht 🙂

Downloadlink für die STL-Dateien: EZ-Wifi_Case_FinGadar

 

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