Pressemitteilung 03.08.2020: Drohnenunternehmen vom bayerischen Untermain fliegt in wissenschaftlichem EIP-AGRI Landwirtschaftprojekt DaLeA

Die Landwirtschaft ist durch Klimawandel, Veränderung der Gesetzeslagen und modernen Ansprüchen an Ökologie und Nachhaltigkeit immer neuen Herausforderungen ausgesetzt.

Ein Ansatz, diesen Herausforderungen zu begegnen, ist beispielsweise der Einsatz von so genanntem dauerhaftem Lebendmulch im Ackerbau. Hierbei wird unter der eigentlichen Feldfrucht wie Getreide oder Ackerbohnen, eine so genannte Lebendmulchkultur, bestehend aus bestimmten niedrigwachsenden Kleesorten, kultiviert.

Ziel ist die konsequente Einsparung von Ressourcen wie Wasser und Treibstoff, Reduzierung des Pflanzenschutzes, speziell im Herbizidbereich, auf ein Minimum und Nutzung der Leguminose als Stickstoffsammler. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund der sich verschärfenden rechtlichen Vorgaben für die praktische Landwirtschaft bezüglich Düngung und Pflanzenschutz.

DaLeA, ein von der Europäschen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Innovation und Nachhaltigkeit (EIP-AGRI) gefördertes Projekt, erforscht die Wirksamkeit dieses Konzepts bis 2023 auf mehreren Versuchsflächen in der Gegend von Koblenz und im Westerwald.

Neben herkömmlichen Untersuchungsmethoden kommen dabei auch moderne, drohnengestützte Datenerfassungen zum Einsatz. Zu diesem Zweck fliegt unmanned-technologies.de, ein Drohnendienstleister vom bayerischen Untermain mit Sitz in Obernburg, über den Projektzeitraum mehrmals mit Drohnen über die Testflächen. Dabei werden neben normalen hochaufgelösten Bildaufnahmen, mit Wärmebildkameras Thermalkarten erstellt, die auf Grund der Temperaturverteilung Rückschlüsse über die Oberflächenbewässerung erlauben. Weiterhin wird dabei auch mit so genannten Multispektralkameras gearbeitet, die teilweise außerhalb des menschlichen Sehvermögens arbeiten und Rückschlüsse auf die Blattgrünverteilung ermöglichen.

Messdrohne mit Spezialkameras beim Start

Es wird in Höhen von 40m ein Aufnahmeraster abgeflogen und dabei werden mehrere hundert Aufnahmen erstellt, die dann später in der Auswertung zu einem Gesamtbild zusammen gesetzt werden.

Sollten Sie also im Rhein-Hunsrückkreis oder im Westerwaldkreis über landwirtschaftlichen Flächen eine große Drohne fliegen sehen, dann geschieht dies ausschließlich zum Wohl der Forschung und der Landwirtschaft.

Kontakt unmanned-technologies.de: Stefan Arbes, https://www.unmanned-technologies.de

Kontakt Projekt DaLeA: Christine Mittermeier, agrarbuero-mittermeier@t-online.de

Link EIP-Agri: https://ec.europa.eu/eip/agriculture/en/find-connect/projects/dalea-–-dauerhafter-lebendmulch-im-ackerbau

Luftbildaufnahme der Testfläche

3D-Darstellung des Geländeverlaufs der Fläche (aus den tatsächlichen Luftbildaufnahmen aktuell errechnet)

In der hochauflösenden Luftbildaufnahme lassen sich einzelne Pflanzen erkennen

Wärmebildkarte der Testfläche mit Oberflächen-Feuchteverteilung

Vegetationsindex (Chlorophyll-Verteilung) der Testfläche

Downloadlinks:

Pressemitteilung als PDF: 20200803_UT_Pressemitteilung_DaLeAa

Bilder einzeln und Text als Word: 20200803_UT_Pressemitteilung_DaLeAa-Images+Word